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Blutschwämmchen (vaskuläre Läsionen)

Blutschwämmchen - Entstehung und Behandlung

Blutschwämmchen - vaskuläre Läsionen

Blutschwämmchen - vaskuläre Läsionen

  Im Volksmund sagen wir "Blutschwamm" zu gutartigen Erweiterungen und Wucherungen von kleinen Hautgefässen. Diese flächigen Gefäßnetze oder blutroten Hautknötchen heißen medizinisch "Hämangiom" oder "Angiom". Blutschwämme entstehen, wenn durch eine genetische "Fehlprogrammierung" kleinste Blutgefäße schwammartig wachsen. Zweidrittel aller Hämangiome entstehen am Kopf oder am Unterleib.
Am häufigsten entstehen die Millimeter großen, blutroten Knötchen in großer Zahl nach der Lebensmitte am Rumpf; oft sind einzelne Blutschwämme bereits bei Säuglingen zu entdecken.
Im Allgemeinen machen Blutschwämmchen, bis auf kosmetische Beeinträchtigungen, kaum Beschwerden. Unbehandelte, große Hämangiome im Gesicht können allerdings zu einer massiven Entstellung führen. Psychische und soziale Belastungen durch Hänseleien gerade bei Kindern sind dann oft die Folge.

Vor der Behandlung wird ein Gel auf die zu behandelnde Hautregion aufgetragen. Der durch einen Applikator erzeugte kontrollierte Lichtimpuls wird auf die zu behandelnde Hautoberfläche abgegeben.
Der Blutfarbstoff (Hämoglobin) im Gefäß absorbiert die Wellenlängen und das Gefäß und die umliegende Gefäßwand wird für eine sehr kurze Zeit selektiv erwärmt. Diese plötzliche Erwärmung des Gefäßes führt zu einer Koagulation (Gerinnung von Blut oder Lymphe) des Blutes im Gefäß sowie einer Erwärmung der Gefäßwand und das betreffende Gefäß "verklebt". Die Gefäßüberreste werden vom Organismus abgebaut.


Blutschwämmchen - Vaskuläre Läsionen

Unter einem Blutschwämmchen, in der Fachsprache auch als Hämangiom bezeichnet, versteht man einen zumeist gutartigen Tumor, der seinen Ursprung von den inneren Zellen (Endothel) der Blutgefäße nimmt. Blutschwämmchen der Haut oder Schleimhaut sind deutlich als bläulich bis rötliche Verfärbung zu sehen. Diese Hauterscheinungen sind meist harmloser Natur, aufgrund des Aussehens jedoch oft erschreckend für den Patienten und seine Umgebung.

Warum Blutgefäße anfangen zu wuchern ist nicht geklärt. Vermutet wird eine genetische Fehlregulation von Faktoren, die das Wachstum der Blutgefäße beinflussen. 20 % der Frühgeborenen sind von Hämangiomen betroffen, so dass eine Frühgeburt ebenso wie ein zu niedriges Geburtsgewicht zu den Risikofaktoren gehören. Ca. 10 % aller Kinder und dreimal soviel Mädchen wie Jungen haben ein Hämangiom.

Ein Hämangiom wird je nach Lokalisation des betroffenen Blutgefäßes entweder als ein hell- bis dunkelroter Fleck oder kleiner Knoten sichtbar (kutanes kapilläres Hämangiom) oder, sehr viel seltener, als dunkelrote-bläuliche Schwellung (subkutanes kavernöses Hämangiom). Das kapilläre Hämangiom ist meist schon unmittelbar nach der Geburt vorhanden und wird selten größer als 2-3 cm. Das kavernöse Hämangiom kann sich auch erst im Kindesalter bilden, wird bis zu 10 cm groß und kann rasch wachsen. Blutschwämmchen sind in erster Linie im Gesicht und am Hals lokalisiert. Sie sind zumeist nicht schmerzhaft und jucken nicht. Bei Verletzung des Hämangioms kann es mitunter allerdings - je nach Größe des Hämangioms - zu größeren Blutungen kommen. Befinden sich die Blutschwämmchen an Nase, Mund oder Augen können darüber hinaus Atem-, Schluck- oder Sehstörungen auftreten. Die kosmetische Beeinträchtigung kann zudem im Kindesalter zu seelischen Problemen führen.

Die Diagnose wird in der Regel vom Kinder- oder Hautarzt gestellt. Die sichtbaren Hauterscheinungen sind dabei oft schon für die Diagnosestellung ausreichend. Wie stark ausgedeht das Hämangiom ist, kann mittels Ultraschall, gegebenenfalls auch Computertomographie oder Magnetresonanztomographie festgestellt werden. Bei schnell wachsenden Wucherungen wird gelegentlich auch eine Gewebeprobe entnommen, um die Bösartigkeit des Tumors auszuschließen.

Da jedoch auch ernste Erkrankungen der Haut zu ähnlichen Erscheinungsbildern führen können, sollten Sie vom Hautarzt klären lassen, ob es sich wirklich um eine behandelbare vaskuläre Läsion handelt. Das gilt vor allem dann, wenn das Hautbild sich im Lauf der Zeit deutlich verschlechtert.

Vor der Behandlung eines Blutschwämmchens sollten Sie den Rat Ihres Hautarztes einholen. Nur wenn dieser schriftlich erklärt, dass ein kosmetischer Eingriff mittels IPL2 unbedenklich ist, führen wir die Behandlung durch.

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